Rachearie
Die Umarmung des Skorpions
Medea
Mimirsbrunnr
Seelensprung - Alltag in der Psychiatrie
Theaterstück von Johann Camut
Uraufführung: 5. Januar 2005, Studiobühne Köln
Kleine Sünden
BRD 2002, Episodenkurzfilm 45’
Buch, Produktion, Regie: Sebastian Herrmann
Mit: Sandra Maria Schöner, Heinrich Baumgartner, Johann Camut, Uwe
Moritz Eichler, Markus Frank, Sebastian Herrmann, Josef Heynert, Christoph
Kamcke & Adrian Linke
... mehr Informationen zu den einzelnen Produktionen:
Rachearie
Theaterstück von Lars Norén
Kurzinhalt: Nach 24 Jahren des Sichliebens, -befriedigens, des Aneinanderwachsens
und Aufeinanderabstimmens sieht Elisabeth sich mit einer neuen Realität
konfrontiert. Ein unachtsames Tippen zuviel auf den Anrufbeantworter ihres
Mannes enthüllt: es gibt einen Anderen. Joseph hat einen Liebhaber.
So beginn ein Kampf in ihr. Mit ihrem gerade heimgekehrten Mann. Der doch
noch ihrer ist? Ein Kampf um seine Aufmerksamkeit. Um Enthüllungen.
Um die Wahrheiten und Lügen aus einer langen gemeinsamen Zeit. Ein
letzter hysterischer Versuch auf eine alles in allem unhysterische Liebe.
Gefühle können nicht richtig oder falsch sein.
Verzeihung?
Sie sind.
Fantatsisch.Fantastisch. Gottogott.
Proben: 13. August- 24. 9. 2007
Premiere: 25. September. 2007
Weitere Termine: 26.-27. 09.2007, 09.-11.11.2007, je um 20:30h
Orangerie Theater im Volksgarten, Volksgartenstr. 25, 50677 Köln
Regie & Bühne: Johann Camut
Darsteller: Ulrike Lösch-Will, Christoph Wehr
Dramaturgie & Assistenz: Annett Schuldt
Produktion: Ensemble Padrone, Sebastian Herrmann
Die Umarmung des Skorpions
(La jouissance du scorpion)
Theaterstück von Véronique Olmi (ÜS: Nicole Stratmann-Colin)
Kurzinhalt: Was kann einem aus dem Senegal stammenden Arbeiter und einer französischen Tochter pensionierter Eltern gemein sein? Beide ergreifen sie die Flucht aus einer verunfallten Familienzusammenkunft und beide bleiben sie doch in der „Umarmung des Skorpions“ gefangen. Véronique Olmi legt im Frankreich des heute ein Stück an, das alarmierend Fäden spinnt, zwischen dem ganz alltäglichen Familienterror und einem hinter den Gardinen immer alltäglicher schwelenden Rassismus.
Proben: 13. 11. 2006 – 04. 01. 2007
Premiere: 05. 01. 2007
Weitere Termine: 06.-09.01.2007, 06.-10.02.2007
Regie & Bühne: Johann Camut
Darsteller: Monika Barth, Heinrich Baumgartner, Maria Faust, Errol T.
Harewood
Dramaturgie & Assistenz: Annett Schuldt
Kostüm: Annika Schindler
Bühnenbauten: Diana Meffert
Gefördert durch das Kulturdezernat der Stadt Köln und die Kunst- und Kulturstiftung Nordrhein-Westfalen.
Eine Koproduktion des Ensemble Padrone und der Studiobühne Köln.
Medea
Hans Henny Jahnn
Inhalt: Die Mythologie der Medea ist knapp nacherzählt die der
Königstochter von Kolchis, Priesterin, die dem Argonauten Jason unter
Opferung ihres Bruders zum Goldenen Vließ verhilft und mit ihm nach
Korinth flieht, ihm zwei Söhne schenkt, zu Gunsten des Throns und
der Kreontochter Kreusa verraten, verlassen wird und ihre Rache über
das Königshaus, ihre Kinder und Jason zieht.
Jahnn baut den Konflikt in vielen Facetten aus von denen in der Umsetzung
einige besonders herausgehoben werden und die sich bereits in der Besetzung
nicht etwa ob der bedingungslosen Werktreue niederschlagen. Medea ist
schwarz, eine Negerin und nicht etwa farbig wie wir heute versuchen das
dipolare Denken auszumerzen.
Auch formal ist diese Bearbeitung außerordentlich interessant. Jahnn
arbeitet ohne Szeneneinteilung und bricht die strenge Metrik. An seine
Stelle setzt er ein anderes, nahezu musikalisches System. Die Sprache
dieser „Medea“ bleibt lyrisch-metrisch, wirft aber ihren Rhythmus
über die Zeilen hinaus. In anschwellenden Kurven hält und verschärft
Jahnn die Spannung sprachlich, der Handlung folgend. Die formale Halt-
erzeugt eine Atem- Losigkeit die mehr und mehr treibt und die Gewissheit
über die Katastrophe verstärkt.
Premiere: 6. Januar 2006, Studiobühne Köln
Regie & Bühne: Johann Camut
Darsteller: Stephen Appleton, Elisabeth Clarke-Hasters, Jürgen Clemens,
Sebastian Herrmann, Marco Leibnitz, Ulrike Lösch-Will, Christoph
Wehr, Philip/ Annika Hoffmann
Das Stück wurde nominiert für den Kölner Theaterpreis 2006.
Mimirsbrunnr
BRD 2005, Spielfilm 83’

Inhalt: Ein Schmugglerring in der deutschen Ostsee? Der Spezialagent
Jo ahnt, dass ihn der neue Auftrag aus dem Verkehr ziehen soll. Gezwungenermaßen
nimmt der notorische Einzelgänger den Auftrag an und reist auf die
kleine Ostseeinsel.
Statt auf den mutmaßlichen Schmugglerring trifft Jo zunächst
auf einen Kreis von eingeschworenen Eigenbrödlern. Ein Dutzend Menschen
lebt auf dieser Insel - alle haben einen Posten, aber keiner mehr eine
wirkliche Beschäftigung. Einzig die Bürgermeisterin scheint
sich und ihr Eiland auf einen wirtschaftlich-grünen Zweig bringen
zu wollen.
Die kleine Gemeinde zieht mit ihren scheinbar sinnleeren und doch in einem
steten Ablauf wiederkehrenden Tätigkeiten Jo's Argwohn auf sich.
Informationen werden weitergeleitet, Apparaturen produzieren ominöse
Dinge, die augenscheinlich in Styroporkisten transportiert werden; Schiffe
stechen in See. Und während Jo nach der Ware sucht, findet er - die
Leiche des Leuchtturmwärters. Um weiteres Unglück auf der Insel
zu vermeiden sieht er sich gezwungen einzugreifen. Jo stellt die Dorfbewohner
zur Rede. Und kann, was er zu hören bekommt, kaum glauben...
Buch, Produktion, Regie: Sebastian Herrmann
Kamera: Martin Kreutzer
Schnitt: Ralf Kamin
Musik: Henning Brand
Technik: HDV 16:9, Stereo, Farbe
Kosten: 53.000.- Euro
Finanzierung: private Förderung
Verleih: N.N.
Mit: Johann Camut, Lilian Steffen, Ulrike Schwab, Jürgen Christoph
Kamcke, Michael Scherff u.v.m.
Seelensprung - Alltag in der Psychatrie
Johann Camut

Inhalt: Die Leute fragen: Wie bist du da reingekommen? Was sie wissen
wollen ist, ob sie möglicherweise auch da drin landen werden. Es
ist einfach in die Psychiatrie zu kommen, denn es ist gleichsam leicht
in eine parallele Welt hineinzugleiten: die Welt der Neurosen, der Halluzinationen,
der Schizophrenie. Jene Welten existieren neben der ,,normalen Welt''
und sind ihr ähnlich. Die Grenze zwischen diesen Welten ist leicht
passierbar.
In einem Milieu, wo das Abnorme die normale Erwartung ist, wird das Normale
niemals anerkannt.
Fünf Betroffene, zwei Pflegerinnen, ein Direktor und zwei Besucher
hinterlassen den Eindruck, dass alle hilflos sind. Es gibt hier in ,,dieser
Welt'' keinen, dem die Schuld zugewiesen werden kann. Es gibt nur unzureichende
Methoden die keinen Betroffenen wirklich zur Genesung kommen lassen.
Das Stück ,,Seelensprung'', das überwiegend aus authentischem
Material entstanden ist, nähert sich seinem Stoff nicht nur in politisch
korrekter Betroffenheitsattitüde, sondern lässt in seinen Monologen
und Dialogen auch viel Raum für Komisches, Groteskes und zuweilen
einfach nur Beklopptes.
© Johann Camut, alle Aufführungsrechte liegen beim Ensemble
Padrone - Johann Camut
Uraufführung: 5. Januar 2005, Studiobühne Köln
Regie & Bühne: Johann Camut
Darsteller: Haike Aumann, Frederike Bohr, Isabell Brenner, Björn
Bugri, Jens Kipper / Sebastian Herrmann, Ulrike Lösch-Will, Silke
Natho, Dagmar Operskalski
Kleine Sünden
BRD 2002, Episodenkurzfilm 45’

Inhalt: In sieben Episoden werden die sieben Todsünden durch eine Gruppe von sieben Männern und einer Frau augenzwinkernd verhandelt. Das Ego des Einzelnen steht über dem Wohl des Anderen; so können hochtrabende Pläne nicht aufgehen.
Buch, Produktion, Regie: Sebastian Herrmann
Material: MiniDV
Kosten: 7.000.- Euro
Finanzierung: eigene
Mit: Sandra Maria Schöner, Heinrich Baumgartner, Johann Camut, Uwe
Moritz Eichler, Markus Frank, Sebastian Herrmann, Josef Heynert, Christoph
Kamcke & Adrian Linke
weitere Kurzfilme:
Symphony for a Devil
A/ BRD 2004, Kurzfilm 4’
Buch, Produktion, Regie: Sebastian Herrmann
Material: MiniDV
Kosten: keine
Schlaf. Der Gott des Schlafes schläft nicht mehr. Die Symphonie der Bagger raubt alles - auch den letzten Nerv.
Abserviert
BRD 2002, Kurzfilm 20’
Buch, Produktion, Regie: Johann Camut
Material: MiniDV
Kosten: 5.000.- Euro
Finanzierung: eigene
Stillleben in einem Café. Er bekommt nicht was er bestellt hat. Sie will ihrem Mann sagen, dass sie schwanger ist. Die junge Frau ist vom Alten an der Bar betört und die neue Kellnerin mit Allem überfordert.
Esther
BRD 2001, Kurzfilm 30’
Buch, Produktion, Regie: Johann Camut
Material: MiniDV
Kosten: 13.500.- Euro
Finanzierung: eigene
Esther, eine junge Frau auf der Schwelle des Erwachsen – Werdens, begegnet in ihrem Unterbewusstsein vier personifizierten Ich – Zuständen. Diese Begegnungen verändern ihr Leben.



